LET'S CEE geht in die sechste Runde

Zwischen 13. und 22. April werden unsere heimischen Kinoleinwände wieder mit Spiel-. Dokumentar- und Kurzfilmen aus Zentral- und Osteuropa, sowie der Kaukasus-Region und der Türkei bespielt. Filmwettbewerbe, Retrospektiven und Kinoklassiker – über 150 Produktionen im Rahmen des LET'S CEE Film Festivals lassen Cineasten-Herzen ganze zehn Tage höher schlagen. Und das nicht nur in Wien, sondern auch in Graz, Salzburg und Villach. Spielfilme über zerbrechliche Lovestorys, intensive Portraits vergangener Generationen, Psychodramen, Familien- und Emigrantengeschichten, Komödien oder Sozialthriller. Dokumentationen über Religion, Krieg und Flucht, Gesellschaft, soziale Missstände, aber auch Extrem- und Spitzensport. Das diesjährige Motto "Gefährlich gute Filme" verspricht also Schmankerl für jeden Geschmack. Was folgt, ist ein kurzer Überblick:

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 SPIELFILM
Eröffnet wird das Festival mit der estnisch-polnisch-niederländischen Koproduktion "November" (Rainer Sarnet), welches zuletzt beim Tribeca Film Festival den Preis für die beste Kamera ergattern konnte. Ebenfalls vertreten sind Österreich-Erstaufführungen wie "Birds are singing in Kigali" (Joanna Kos-Krauze & Krysztof Krauze, Polen), "Directions" (Stephan Komandarey, Bulgarien), oder "Dovlatov" (Alexey German Jr., Russland). Auch Filmdebüts wie "Falling" (Marina Stepanskas, Ukraine) oder "Silent Night" (Piotr Domalewskis, Polen) sind beim Spielfilm-Wettbewerb mit im Rennen; nicht zu vergessen "Men Don't Cry" (Alen Drjević, Bosnien), letztjähriger Kandidat für die Academy Awards.

 DOKUMENTATION
Im Bereich der Dokumentationen stammt heuer die Hälfte der insgesamt zehn Beiträge von Filmemacherinnen (juhu!), des Weiteren wird vor allem Folgendes versprochen: thematische Vielfalt. Beispielsweise kann man sich "Debut" (Anastasiya Miroshnichenko, Weißrussland), welches von einem Theaterprojekt in einem Frauengefängnis handelt, zu Gemüte führen. Oder vielleicht doch eher "My Life Without Air" (Bojana Burnać, Kroatien) über das Leben eines Free-Dive-Weltmeisters? Gesellschaftspolitisch und vielversprechend wirkt jedoch auch "No Place for Tears" (Reyan Tuvi, Türkei), eine Arbeit, die vom Leben in einem kurdischen Dorf an der syrischen Grenze und nahe dem Krieg erzählt.

 PROMISING DEBUTS & KURZFILM
Die Kategorie "Promising Debuts" gibt ebenso einiges her: da gibt es etwa die Tragikomödie "Charleston" (Andrei Cretulescus, Rumänien), das Drama "Daybreak" (Gentian Koci, Albanien), den Science-Fiction-Streifen "How Viktor 'The Garlic' took Alexey 'The Stud' to the Nursing Home" (Alexander Hant, Russland), oder den Thriller "The Return" (Predrag Jakšić, Serbien). Zu guter Letzt, der Kurzfilm! Neben ein paar Weltpremieren ist dieses Jahr sogar ein österreichischer Beitrag, nämlich "Die Geschichte vom Eisbär, der nach Afrika wollte", mit dabei. Anders als die Langfilme sind sämtliche Wettbewerbsbeiträge in dieser Kategorie bei freiem Eintritt zu sehen – sowas darf man sich also fast gar nicht entgehen lassen.

DER LET'S CEE AWARD
Welche FilmemacherInnen heuer einen Award gewinnt, wird erst am 20. April im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung bekanntgegeben. Allerding stehen bereits jetzt schon zwei Gewinnerinnen fest: Kira Muratova und Márta Mészáros erhalten heuer den "Lifetime Achievement Award", wir gratulieren!

 Weitere Infos und das genaue Programm gibt es hier: letsceefilmfestival.com.
Wir wünschen viel Freude mit dem LET’S CEE Film Festival!

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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