BILDENDE KÜNSTE

Umbruch, Durchbruch, Aufbruch

umdurchauf01Das Kunstforum Ebendorf Raum8 stellt aus: am 2. November fand die Vernissage zur Schau "Umbruch, Durchbruch, Aufbruch" statt, bei der ein Querschnitt durch die Sammlung des kleinen aber feinen Kunstforums präsentiert wurde.

Es war ein kalter, nasser, dunkler Mittwochabend, sodass man sich gleich doppelt über die Möglichkeit des Verweilens im zwar überschaubaren, dafür aber warmen, mit Menschen und Kunst befüllten Raum freuen konnte. Dort sind seit kurzem insgesamt 14 zeitgenössische, nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler vertreten, deren Werke sich einem schönen Thema widmen, nämlich dem Leben selbst. Sie zeigen, so die Worte der Kuratorinnen Kamila Kusmierek und Zsófia Fenyvesi "...exemplarisch den menschlichen Weg mit seinen Irrungen und Wirrungen, Wandlungen und Wendepunkten".

umdurchauf 1Die Mannigfaltigkeit des Lebens spiegelt sich in der Vielfalt an Themen, Techniken und Medien innerhalb der Ausstellung wider. Man findet sich in einem Sammelsurium an Acryl-, Öl- und Aquarellmalerei, Fotografie, Grafik, einer Papierinstallation und sogar einem Eyecatcher in Form eines "Stofftiermantels" wieder.

Es scheint, als ob die Künstlerinnen und Künstler, deren Werke in dieser Ausstellung zu sehen sind, jeweils einen eigenen Standpunkt einnehmen und somit jeweils eine Facette des breiten Themenspektrums namens "Leben" präsentieren. Fixpunkte gibt es bei dieser Schau nicht, vielleicht sind es aber die ganz persönlichen Erfahrungen im Leben, die ganz eigene Selbstreflexion oder subjektive Weltanschauung der Künstlerinnen und Künstler, die die Themenvielfalt der Schau ausmachen und deswegen kein festes System zulassen. Besser ist es wohl, sich in dieser durchaus sympathischen Vielseitigkeit und Sprunghaftigkeit treiben zu lassen.

Während sich beispielsweise Isabell Kneidiger mit der Festmachung von Identität an Alltagsgegenständen wie etwa Schuhen auseinandersetzt, liegt bei Robert Drummond mit seiner Papier-Installation der Fokus auf der Liebe. Wenn Anemona Crisan mit ihren zarten Figurendarstellung die Frage nach Identitätsfindung innerhalb eines vermeidlich starren Systems stellt, spielt Doris Eibelwimmer lieber mit einer vegetativen, organischen Formenwelt der Naturerfahrung entsprungen. Während Georg Vojtech mit seiner hier ausgestellten Fotografie Begriffe wie Religion und Kultur aufwirft, wandert Emily Rastas mit ihren Stofftieren an der Schnittstelle zwischen Kostüm und Kunst.

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Diese und weitere Künstlerinnen und Künstler, sowie deren künstlerischer Mikrokosmos können noch bis 31. Dezember 2016 in der Ebendorferstraße 8, 1010 Wien in der gelungenen Sammlungspräsentation "Umbruch, Durchbruch, Aufbruch" bestaunt werden. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 - 21 Uhr, der Eintritt ist frei!

 

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