BILDENDE KÜNSTE

Kunst und Design auf Postern

Das designforum im Museumsquartier zeigt nur noch bis 22. April 2018 die Ausstellung "Underground Images". Betrachten kann man dort 60 Poster von 32 Künstler und Künstlerinnen, die zwischen 1947 und heute für die School of Visual Arts (SVA) in New York designed wurden. Die Poster vermitteln einen Eindruck der Geschichte der Kunstschule einerseits und der Entwicklung von Graphik- und Informationsdesign andererseits.

underground02Wenn man sich die Plakate chronologisch ansieht, bemerkt man sogar als Laie, dass sich ihre Präsentation in den letzten 70 Jahren des Öfteren gewandelt hat. Die Motive änderten sich selbstverständlich auch, so ist bei den neueren Arbeiten oft der Text vordergründig, während auf den älteren sehr oft Zitate von verschiedensten Künstlern zu lesen sind. Text und Bild gehen Hand in Hand, spielen miteinander oder erzeugen unterschiedliche Effekte, was dazu beiträgt, dass die Poster einem ins Auge stechen und auch in Erinnerung bleiben.

Was auch ins Auge fällt, ist, dass kein Plakat dem anderen gleicht, auch wenn die selbe Aufschrift verwendet wird. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass sie von den unterschiedlichsten Künstlern und Künstlerinnen entworfen wurden und werden.

 

underground01In einen Informationsblatt, das im designforum aufliegt, kommen auch ein paar der Künstler/innen und Designer/innen zu Wort: Sie beschreiben, dass durch die Werke in den 1950ern wieder das Thema "Kunst" in die U-Bahn-Gänge kam. Sie veränderten die Wirkung auf die Öffentlichkeit, im Unterschied zu den Werbeplakaten, die sonst so aufgehängt wurden. Die Künstler/innen bekamen durch die Arbeit an den Postern auch wieder einen frischeren Zugang zum Publikum. So wurde ihnen bewusst, dass (zumindest das angesprochene Publikum) fähig ist, mit Komplexität und Ambiguität umzugehen, was neue Möglichkeiten des Designs eröffnete. Und dadurch, dass die Designer/innen öfters an ihren eigenen Werken vorbeigingen, wurde es möglich, auch die Reaktionen der Betrachter/innen zu beobachten. Viele der zitierten KünstlerInnen sprechen des Weiteren davon, dass die Arbeit mit den Postern etwas Bedeutendes und Interessantes für sie war und sie fühlten sich herausgefordert etwas Besonderes zu schaffen, was sie selbst, aber auch die SVA, widerspiegelt.

All das ist auf den Plakaten zu erkennen, wenn man sich nur ein bisschen auf sie einlässt und sich die Zeit nimmt, die Werke auf sich wirken zu lassen.

Die Ausstellung ist zwar eher klein und kompakt, hinterlässt aber doch einen großen Eindruck. "Underground Images" bietet einem die Chance, New Yorker Kunst und Design von Persönlichkeiten wie zum Beispiel Stefan Sagmeister und Paul Davis zu sehen und zeigt zumindest einen Teil dessen, was im New Yorker U-Bahn-System künstlerisch so passiert.

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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