FILM

Konsequenzen & Beginn vom Ende

civilwarEs ist zu diesem Zeitpunkt schwer, noch etwas zur Berichterstattung über „The First Avenger: Civil War“ (CW) hinzuzufügen. Er wurde bereits als Genre-neudefinierend bezeichnet, die positiven Kritiken häufen sich und es gibt meistens nur Uneinigkeiten ob der Film „sehr gut“ oder „gut“ ist. Marvel Studios haben wieder solide Filmkunst abgeliefert, die jedoch auch sicherlich vom der Schwäche von Warner Brothers „Batman V. Superman: Dawn of Justice“ (BvS) profitiert hat. Der direkte Vergleich liegt hierbei deshalb nahe, da beide Filme sich eine Prämisse teilen, kein Kampf „Gut gegen Böse“, sondern „Gut gegen Gut“. Dies bietet interessante Möglichkeiten, Charakter zu entwickeln und ihnen mehr Tiefe durch innere, aber auch Konflikte zwischen den Charakteren zu verleihen. Was bei „BvS“ ganz und gar nicht funktionierte kommt hier voll zur Geltung, alle Charaktere entwickeln sich glaubwürdig weiter, die Motive sind gut erklärt, die Handlung überrascht und ist gleichzeitig eine glaubwürdige Story im Marvel Universum. Dies macht sowohl den Triumph des „CW“ deutlicher, als auch die Schwächen von „BvS“, wobei dies nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass der eine Film auf die Vorarbeit von 12 Filmen zurückgreifen kann, während der andere dieselbe Wirkung mit nur zwei Filmen erreichen wollte, die Rede ist in letzterem Fall von „Man of Steel“ und „BvS“.

Der Film beginnt mit einer verlustreichen Operation des Superhelden-Teams Avengers, welche allerdings nicht die einzige war, starben bei „The Avengers“, „Age of Ultron“ und auch „Captian America: Wintersoldier“ auch etliche Zivilisten. Es wird also beschlossen, die Avengers der UNO zu unterstellen und zu einer sanktionierten internationalen Eingreiftruppe zu machen. Eine Entwicklung die einen tiefen Graben in die Reihen der Avengers schlägt, denn die Hälfte des Teams weigert sich der Entscheidung der UNO zu unterwerfen und der Konflikt zwischen dem Glück des Einzelnen und dem der Allgemeinheit, Verantwortung, Kontrolle und Freiheit beginnt zu entbrennen. Im Verlauf der Handlung werden hierbei aktuelle und alte Ereignisse miteinander verbunden, Geheimnisse gelüftet und ein Ausblick auf die Weiterentwicklung der Geschichte nach dem Film gewährt.

Alles in allem ist zu sagen, das ein wirklich gelungener Start der dritten Phase des „Marvel Cinematic Universe (M.C.U.)“ geglückt ist, dieses wird im Winter noch einige Überraschungen für Beobachter und Fans bereithalten, wenn Benedickt Cumberpatch als „Dr. Strange“ im November das erste Mal das Tor zu den magischen Gefilden des M.C.U. aufstoßen wird.

 

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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