FILM

Es sind diese Tom Cruise Filme

jackreacher01Regisseur Edward Zwick („Pawn Sacrifice“, „Unbeugsam“, „Blood Diamond“) hat schon beim Film „The Last Samurai“ mit Cruise zusammengearbeitet und spielt „Jack Reacher 2: Never go Back“ als sehr sicheres Blatt. Explosionen, Verfolgungsjagden, Kampfszenen – you name it they have it.

Der Film beginnt mit einem Routinefall für Reacher, bei dem er einen Grenzschmugglerring auffliegen lässt, der von einem örtlichen Sheriff angeführt wurde. Seine Ansprechperson bei der Militärpolizei, Offizierin Susan Turner (Cobie Smulders) richtet ihm daraufhin ihren Dank aus und die beiden planen einander zu treffen. Reacher macht sich auf eine lange Reise quer durch die Staaten auf, nur um bei seiner Ankunft festzustellen, dass Turner wegen Verrats verhaftet wurde. Reacher wittert eine Verschwörung und liegt damit selbstredend goldrichtig. Die Spiele zwischen „bösen Privatsöldnern“ und dem „guten Militär“ mögen beginnen.

Neben der wenig überraschenden Verschwörungs-Story entwickelt sich nebenher noch ein Subplot der eine angebliche Tochter Reachers beinhaltet. Die junge Schauspielerin Danika Yarosh macht einen ausgezeichneten Job als freche, unkontrollierbare Chaotin. Zwischen ihr, Schmulders und Cruise herrscht teilweise eine tolle Chemie, wenn die ungewollte „Patchworkfamilie“ auf der Flucht vor dem Gesetz mit der schwierigen Situation zurechtkommen muss. Leider sind diese Szenen nur eine kleine Abwechslung der sonst recht linearen und vorhersehbaren Handlung.

Während der Vorgänger noch mit einem wirklich interessanten und einzigartigen Bösewicht aufwarten konnte, der von Werner Herzog verkörpert wurde, so fehlt dieses Element dem zweiten Teil leider Vollkommen. Es hatte ein gewisses Überraschungsmomentum, Herzog in der Rolle zu sehen und auch seine schauspielerische Art war so andersartig, so nicht-Hollywood, so unnachgiebig, dass sie einem einfach auffallen musste. Dieser Umstand macht „Jack Reacher 2: Never Go Back“ zwar bei weitem nicht zu einem per se schlechtem Film, aber gleichzeitig zu einem weniger überzeugenderem Film als Teil eins.

Für Cruise-Fans und Action Liebhaber sicherlich kein schlechter Unterhaltungsfilm, mehr aber auch nicht. Interessant wird der Vergleich zu dem im nächsten Jahr erscheinenden „John Wick 2“, da auch schon dessen erster Teil mit der Erstinstallation der „Jack Reacher“-Reihe verglichen wurde, und gemeinhin als der klar überlegene Film gegolten hat.

 

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

Back to Top