FILM

Weihnachts-Horrorfilme 2016: Oh du Schreckliche!

weihnachtshorrorDieses Jahr sieht die Auswahl an Filmen etwas anders aus, denn im Gegenzug zu letztem Jahr, wo die Liste durchaus ein paar sehr gute Filme beinhaltete, habe ich mich dieses Jahr zum Großteil durch „Midnight Movie“-Material gequält. Allein. Voller Grauen. Ohne Hoffnung. Aber immerhin gab es auch ein paar gute Einträge.

Hier meine Liste der Weihnachtshorrorfilme für 2016:

„Krampus Unleashed“ (Robert Conway 2016)
Wem dieser Titel (und der folgende) irgendwie bekannt vorkommt, der darf jetzt vollends eintauchen in die lustige (und verwirrende) Welt der Krampus „Mockbuster“, der schlechten Fortsetzungen dieser und Filmen die noch unangenehmer sind, als sich mit betrunkenen Mittzwanzigern herumschlagen zu müssen, die, in stinkende Ziegenfelle gehüllt, hierzulande ganze Stadtteile unsicher machen. „Krampus Unleashed“ ist die Fortsetzung des letztjährigen Krampus Trittbrettfahrers „Krampus: The Reckoning“ (ebenfalls Robert Conway) und die Qualität des neuen Machtwerks hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich gebessert. An dieser Stelle sehe ich mich sehr dazu gedrängt, generell vor allen Filmen zu warnen, die „Krampus“ und danach einen Doppelpunkt im Titel führen, aber die findigen Macher von „Krampus Unleashed“ haben sich da geschickt aus der Affäre gezogen. HIER geht's zum Trailer.

„Krampus 2: The Devil Returns“ (Jason Hull, 2016)
Um dieses Meisterwerk zusammenzufassen, reicht es anzumerken, das bereits 5 Minuten nach Filmbeginn eine Schild sehr auffällig unkenntlich gemacht werden musste. Die Filmemacher haben sich also weder darum bemüht, eine Erlaubnis für das Zeigen besagten Schildes einzuholen, noch haben sie es in erster Linien überhaupt entfernen lassen, oder die Szene so gedreht, dass es einfach nicht im Bild gewesen zu sehen ist. So oder so hätte der peinliche Fehler erst gar nicht im Nachhinein von einem Editor richtiggestellt werden müssen. Der Film mutet einer Aneinanderreihung von Szenen an, die krampfhaft versuchen die Story voranzutreiben, kein sehr vergnüglicher Anblick. HIER geht's zum Trailer.

„Dismembering Christmas“ (Austin Bosley, 2015)
Wer kann schon zu einem Weihnachtsfilm „nein“ sagen, wenn dieser bereits mit einer schlechten Imitation von Hitchocks „Psycho“-Duschszene beginnt? Das „Acting“ ist des weiteren so amateurhaft, dass ein „witziger Dialog“ komplett untergeht, bei dem die Darsteller in einer Szene absichtlich gestelzt Sprechen. Das „normale“ Schauspiel der Darsteller unterscheidet sich lediglich um Nuancen davon und die Szene wirkt auf eine andere Weise „komisch“, als es sich der Drehbuchschreiber gedacht hat. HIER geht's zum Trailer.

„Treevenge“ (Jason Eisener, 2008)
Die blutige Rache der Christbäume. Gut gemachter Kurzfilm, dessen Qualität einem schon beim Intro auffällt, das die Titelmelodie von Ruggero Deodatos „Cannobal Holocaust“ verwendet. HIER komplett auf Youtube zu sehen.

„A Christmas Horror Story“ (Grant Harvey, Steven Hoban, Brett Sullivan, 2015)
Ein wirklich gelungener Film, der in der Tradition der Formate „Creepshow“ und „Tales From The Crypt“ fünf zusammenhängende Stories rund um schreckliche Ereignisse an Weihnachten gekonnt miteinander verwebt. Geister im Heizungskeller einer Schule, eine Familie die vom Krampus verfolgt wird, ein mörderisches Kind, eine Zombie-Invasion in der Werkstatt des Weihnachtsmanns und das traurige Weihnachtsfest eines abgehalfterten Radiomoderators sind allesamt interessante Geschichten, die selbst Veteranen des Genres sogar den ein oder anderen Schrecken einjagen dürften. Vor allem das Finale des Films ist eine wirklich gut gelungene und unerwartet überraschende Zurschaustellung schwarzen Humors. HIER geht's zum Trailer.

„A Cadaver Christmas“ (Joe Zerull, 2011)
Weihnachten mit Zombies. WEIHNACHTEN. MIT. ZOMBIES. Das hört sich nicht nur super trashy an, sondern ist es auch, aber mit genau der richtigen Prise Selbstironie ist hier doch gar kein so schlechter Film entstanden. Mit wenig Budget aber gutem Gefühl für Kameraführung und Timing der Schauspieler gibt der Film doch einiges her und zeigt wiedermal deutlich, das Budget keine Ausrede für schlechte Filme sein kann (ein besonders nettes Detail ist ein „Evil Dead“ Poster, das gegen Ende des Films zu sehen ist). HIER geht's zum Trailer.

Honorable Mentions aus diesem Jahr, die es nicht auf die Liste geschafft haben: „Good Tidings“ (Trailer) „Red Christmas“ (Trailer), „Silent Night, Dead Night: A New Christmas Carol“ (leider kein Trailer), „Christmas Slay“ (Trailer ) und der Kurzfilm „Do You See What I See?“ (Trailer).

Ich wünsche allen LeserInnen fröhliche Feiertage, was auch immer ihr feiern mögt!

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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