FILM

Zomedy - Untote nehmen es mit Humor

Als ich neulich den Artikel zu "Angriff der Lederhosenzombies" schrieb, kam mir eine Idee die ich schon längere Zeit umsetzen wollte und zwar eine Liste von Zomedy-Filmen - Komödien mit Zombies. Eine Mischung, die einem zuerst relativ exotisch vorkommt, aber lassen sich dann doch mittlerweile einige Titel in diese Gattung einordnen:

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SHAUN OF THE DEAD (R: Edgar Wright, UK/F 2004)
Beginnen wir mit einem Klassiker. Einem Gustostückerl, das seinerzeit wirklich zu überraschen wusste. Ein Film der völlig aus dem Nichts kam und nicht nur den Start der allseits beliebten "Cornetto Trilogie" markierte, sondern auch den Hauptdarstellern Simon Peg und Nick Frost zu großer Bekanntheit verhalf. Die Mischung des trockenen, englischen Humors mit einer "Zombie-Situation" in einem verschlafenen britischen Vorort, macht den Film zu einem wirklichen Original des Genres. Beziehungsdrama und eine Coming-of-age-Story eines liebenswerten Tollpatsches inmitten der Untoten hat die Welt damals SO noch nicht gekannt. Zum Trailer.

FIDO (R: Andrew Currie, C 2006)
Dieser Film ist, im Gegensatz zu "Shaun of the Dead", ein weitestgehend unbekanntes Juwel. Talentierte Schauspieler (Billy Conolly, Carry-Anne Moss und Dylan Baker), ein gutes Gefühl für komödiantisches Timing und ein angemessenes Budget schaffen gute Rahmenbedingungen für einen unterhaltsamen Film, unter dessen augenscheinlich seichter Oberfläche jedoch ein starkes Element der Gesellschaftskritik wirkt. Denn die Story im alternativen Amerika der 50er, als Zombies seit langem bekannt sind und mittlerweile durch spezielle Halsbänder "gebändigt" werden können, erinnert stark an die Geschichte der Emanzipation der afroamerikanischen Bevölkerung der USA. Denn mit der quasi "Re-Integration" der Untoten in die Gesellschaft treten auch Zombie-Gegner auf den Plan. Der Film zeigt eine Situation die von Anfang an angespannt ist, da eine Familie einen Zombie adoptiert, deren Vater eben jener Gruppe von "Zombiephoben" angehört. Ihr könnt raten, wer am Ende des Films selber ein Zombie wird. Zum Trailer.

WASTING AWAY (R: Matthew Kohnen, USA 2007)
Das bei "Wasting Away" präsentierte Szenario dreht den altbewährten Spieß gehörig um. Denn diesmal verfolgt der Film nicht den Überlebenskampf einer Gruppe Überlebender, sondern folgt den Untoten höchstpersönlich. Der Twist an der Sache ist: diese wissen nicht einmal, dass sie zombifiziert wurden und glauben umgekehrt, das "normale" Menschen zu superschnellen Mutanten geworden sind. Durch das Spiel mit den unterschiedlichen Perspektiven der Hauptcharaktere und ihrer Umwelt ergeben sich einige wirklich interessante komödiantische Szenen. Ein Bowlingabend, den niemand so schnell vergessen wird und der Beweis, das Trash mit kleinem Budget trotzdem unterhalten kann. Zum Trailer.

Es gibt selbstverständlich noch eine Reihe anderer Filme, die hier mehr oder weniger ganz gut dazu passen würden, aber in der Kürze liegt bekannterweise die Würze und in diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal, wenn ich mir die Filmfestivalszene Wiens einmal etwas genauer ansehe. Man darf gespannt sein!

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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