FILM

Weihnachtsgrausen 2018

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Ich finde, wir haben uns hier eine nette Tradition aufgebaut und so freut es mich, bereits zum vierten Mal (!) meine Empfehlungen für einen weihnachtlichen Fernsehmarathon für BeuschelliebhaberInnen abgeben zu dürfen. Nun wollen wir nicht allzu lang um den heißen Brei herumreden: Hier sind sie, die Filme für all jene, die auch zu den Feiertagen nicht genug bekommen können von Zombies, wahnsinnigen Axtmördern, größenwahnsinnigen Haushaltsgeräten und sonstigen fröhlichen Gestalten der Horrorwelt.

NEU IM RING


"ANNA AND THE APOCALYPSE" (2017 John McPhail)
Als Darling des "Slash Filmfestivals" hat es dieser Film gehörig in sich. Musical, Horror, Zombies, Weihnachten, hier ist alles vertreten! Wird Anna die Apokalypse überstehen?

"AWAIT FURTHER INSTRUCTIONS" (2018 Johnny Kevorkian)
Eine düstere Feiertagsgeschichte der techno-dystopischen Sorte von den Britischen Inseln. Enge, Klaustrophobie erzeugende Umgebungen und die manchmal aufkommende Unerträglichkeit der eigenen Familie machen diesen Film zu einem grauenvoll wirksamen Horrorfilm. Oft ist gerade das "gewohnte" Grauen das schlimmste. Britischer Budget-Horror done right!

GOOD OL' KILLERS


"DEADLY GAMES" a.k.a. "36.15 CODE PÈRE NOËL" (1989 Rene Manzor)
Der diesjährige Eintrag in der Kategorie "Retro-Weihnachtshorror". Ein älterer, wirklich guter Weihnachts-Slasher, den ich letztes Jahr nicht früh genug in die Finger bekam. Wie ein junger Bruce Wayne wütet hier der Hauptcharakter durch den Film. "Home Alone" trifft auf "Christmas Evil" und das sogar schon ein Jahr, bevor der erstgenannte überhaupt erschien!

THE NAUGHTIES


"KRAMPUS ORIGINS" (2018 Joseph Mbar)
Robert Conway sollte unseren Lieblings-Weihnachtszottel endlich in Ruhe lassen. Hat dieser bei den von mir in anderen Artikeln bereits erwähnten Machwerken "Krampus Unleashed" (2015) und "Krampus: The Reckoning" (2016) noch Regie geführt UND das Drehbuch geschrieben, so hat er beim diesjährigen Krampusdreck, nach einjährigem Hiatus, nur noch das Drehbuch verbrochen. Den Inhalt wiederzugeben ist eigentlich sinnlos, man muss dieses Desaster selbst gesehen haben. Kein Jahr, ohne das meine Formel immer noch relevant ist: Krampus-Filme sind Müll, wenn sie zusätzlich zum Wort "Krampus" noch andere Adjektive oder Subjekte im Titel haben.

"SLAY BELLES" (2018 Dan Walker)
Die ersten eineinhalb Minuten des Films lassen ja noch auf eine einigermaßen unterhaltende Erfahrung hoffen, doch wenn einem erstmal der wohl schlechteste Kaufhaus-Dubstep um die Ohren gehaut wird, macht sich schnell das Gefühl breit, dass da etwas ganz gehörig schief gegangen ist. Ich habe schon lange keine so schlechte Kameraführung, gepaart mit unlogischen Schnitten und einem dermaßen uninspirierten Drehbuch gesehen. Das einzig Positive sind die bloß 77 Minuten, die der Film dauert.

HONORABLE ERWÄHNUNGEN


Ebenfalls erwähnt werden sollte "Pooka", die Weihnachtsepisode der von Hulu produzierten Horrorsynthologieserie "Into The Dark", die sich mit ihrer Spielfilmlänge und abgeschlossenen Handlung durchaus für diese Liste qualifiziert. Um auch einmal die Feiertagsslasher anderer Religionen zu erwähnen, sei an dieser Stelle auch "Hannukkah" (2018) als erster jüdischer Slasher in Verbindung mit dem weltbekannten Lichterfest hier festgehalten.

Zu guter Letzt wünsche ich meinen LeserInnen noch fröhliche Feiertage und angenehme Abende vor den Fernsehgeräten oder Computern, vielleicht sogar mit einem der von mir erwähnten Filme.

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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