FILM

Filmfestivals 2019: Soll- und Ist-Zustand

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Filmfestivals kommen und gehen, wobei nicht immer klar nachvollziehbar ist, wer weshalb wie viele Förderungen erhält. Der Asphaltdschungel der Festivalsaison ist ein hartes Pflaster.

2019 - JETZT NEU MIT BITTEREM BEIGESCHMACK
Mit Bedauern haben wir vernommen, dass das diesjährige  LET'S CEE FILM FESTIVAL auf Grund der Ermangelung eines ausreichenden Fundings nicht stattfindet wird. Da die Festivalleitung selbst bereits ausführlich zu diesem Thema Stellung bezogen hat, bleibt für mich und andere KulturfreundInnen an dieser Stelle wohl nur zu sagen, dass wir es ebenso schade finden und hoffen, dass diese Probleme nächstes Jahr nicht bestehen. Ebenfalls möchte ich nochmals jedem und jeder, der baltisches Kino erleben und unterstützen möchte, Reiner Sarnets "November" ans Herz legen. Die mediale Schlammschlacht mit Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler, die sich mit ihren faktisch inkorrekten Aussagen nicht mit Ruhm bekleckert hat, hat selbstverständlich ebenfalls nicht gerade zu einem versöhnungsvollen Ton beigetragen.

Doch nicht nur das "Let's Cee" ist dieses Jahr Opfer von mangelnden finanziellen Zuwendungen geworden, denn auch das beliebte  KINO UNTER STERNEN musste sich letztes Jahr geschlagen geben. "Was ist Kultur wert?", scheint die Frage der Stunde zu sein, oder besser, in der Zeit des "freien" Wettbewerbs, „Was ist WELCHE Kultur wert?“.

ERFREULICHES – MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER
Doch auch wenn die Situation einiger Filmfestivals wirklich nicht gerade rosig aussieht, sollen deshalb nicht jene unerwähnt bleiben, welche uns nichtsdestotrotz auch 2019 erhalten bleiben.

Das  JÜDISCHE FILMFESTIVAL WIEN geht dieses Jahr immerhin unter der Leitung von Frédéric-Gérard Kaczek in die 19. Runde und findet von 30. April bis 15. Mai statt und wartet an 16 Spieltagen mit sage und schreibe 70 Filmen auf.

Ebenfalls mit von der Partie ist selbstverständlich wieder die  DIAGONALE, die von 19. bis 24. März 2019 stattfinden wird.

Das zum Erscheinungstermin dieses Artikels leider schon abgeschlossene Filmfestival  TRICKY WOMEN, das von Waltraud Grausgruber und Birgitt Wagner geleitet wird, sollte aber ebenfalls erwähnt werden, es gibt ja (hoffentlich!) ein nächstes Jahr, wo wieder verschiedenste von Frauen erdacht und erarbeitete Animationsfilme bestaunt werden können.

Und zu guter Letzt, das Festival, das mir am meisten am Herzen liegt, das  /SLASH FESTIVAL DES FANTASTISCHEN FILMS, das heuer selbstverständlich wieder vom lieben Markus Keuschnigg, mit dem ich bereits letztes Jahr ein paar nette Worte der Horrorfan-Begeisterung wechseln konnte, für uns vom 19. bis 29. September 2019 ausgerichtet wird. Doch wer nicht solange warten kann, oder möchte, der kann bereits beim "/slash ½" im Mai ein Wiedersehen feiern und sehen, was sie da wieder an Kuriosem ausgegraben haben.

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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