NOCH MEHR KULTUR

Auf frühlingshafter Stadtexkursion

Wer noch nicht in Linz war, sollte dieses Ausflugsziel heuer unbedingt in Angriff nehmen. Es erwartet euch ein spannendes Programm, voller abwechslungsreicher Dinge, aber lest selbst.

linz001Hinkommen geht am besten und günstigsten mit der Westbahn. Die Fahrt dauert ca. 80 Minuten und ihr könnt innerhalb von einer Viertelstunde - bei sehr gemächlichem Laufschritt - in das Zentrum von Linz gelangen. Wer sich erstmal einen Überblick verschaffen möchte, sollte am Hauptplatz mit der Dreifaltigkeitssäule zur "Tourist Information" abbiegen. Ob ihr nur einen Stadtplan holen oder auch eine Linz-Tageskarte dazu erstehen wollt, sei euch überlassen. Die Tageskarte kostet 18€ und lohnt sich, wenn ihr ein bisschen herumfahren wollt oder in eines bzw. mehrere Museen der Stadt gehen möchtet.

Für einen frühlingshaften Einstieg bietet sich unteranderem das Teichwerk zum Frühstücken an, solltet ihr das nicht schon auf der Hinfahrt erledigt haben. Das Teichwerk besticht mit einem herrlichen Blick aufs Wasser und allerlei putziger Enten und Möwen drumherum, da das Café selber im See schwimmt. Die Auswahl ist reichhaltig und alles sieht wahnsinnig deliziös aus, wenn es serviert wird und schmeckt dann auch dementsprechend.  Hin kommt ihr am besten mit der Straßenbahnlinie 1 bis zur Linzer Universität, von da kann man es kaum verfehlen.

Zurück geht es ebenfalls mit der Linie 1 zur Altstadt, wer sich gerne ein bisschen im Shopping verlieren möchte, kann dies wunderbar auf der Landstraße. Hier gibt es bekannte Modegeschäfte und Stores für jeden Geschmack. Ein paar Meter weiter allerdings, abseits der quirligen Hauptstraße, erschließt sich dem neugierigen Besucher eine weitere Shoppingstraße, die es etwas ruhiger angehen lässt und dabei auch noch kleine, private Läden beherbergt. Die Herrenstraße ist bekannt für das kreative Pflaster, welches hier an die verschiedenen Schaufenster heranführt. Lauft ihr diese nur lang genug entlang, dabei ist es wichtig, dass ihr nicht die Richtung zur Donau einschlagt, verfehlt ihr mit etwas Glück auch auf keinen Fall den Mariendom. Dieser ragt imposant, mit seinem Vorplatz zwischen all den kleinen umliegenden Häuschen, empor.

Wer sich für Architektur und Geschichte dieses Bauwerkes interessiert, sollte es nicht verpassen einen Guide zu reservieren, welcher sich mit euch sogar in den Dachstuhl begibt und euch die ein oder andere unbekannte Geschichte zum Dom berichtet. Außerdem gibt es eine hervorragende Sicht über Linz obendrauf. Nach so viel Entdeckerdrang wird man ziemlich hungrig und deshalb wird schnell eingekehrt in das Restaurant Paul's, das vis à vis zum Mariendom seine Zelte aufgeschlagen hat. Hier gibt es einen absoluten Geheimtipp: Der Mittagslunch ist unschlagbar und wird zwischen 11:30 und 14 Uhr serviert. Montags bis freitags gibt es eine täglich wechselnde Lunchbox, die euch Suppe, knackigen Salat und zwei Hauptspeisen zur Auswahl offeriert und obendrauf noch eine süße Nachspeise. Das ganze Schlemmen kostet nur 9,80€.

linz04Mit so einem vollen Bauch wollten wir erst gar keine Müdigkeit aufkommen lassen und entschieden uns daher flott mit dem Bus der Linie 46 zum Hafen zu fahren. Dort entsteht seit geraumer Zeit ein wunderbares Kunstprojekt. "Mural Habor" heißt es und hier dreht sich alles um Streetart und das Sprayen. Handys und Kameras müssen unbedingt gezückt sein, wenn ihr durch das Hafengelände mit den Guides streift und diese euch die coolen, riesengroßen Graffitis näher bringen und auf kleine Details hinweisen. Ein einmaliges Erlebnis, dass dann auch noch eine Überraschung am Ende bereit hält, denn jeder der Interesse hat, kann sich selber an einer Wand im Sprayen üben.

Noch mehr Kunst gibt es ansonsten im Kulturquartier. Hier habt ihr zahlreiche Möglichkeiten euch den Nachmittag zu vertreiben. Ob nun Kino, Ausstellung oder Bar, es gibt stets etwas zu erleben. Meine besondere Empfehlung ist hierbei das OK - offenes Kulturhaus. Ebenfalls absolut sehenswert ist aber auch die Ars Electronica. Es wird weithin auch gerne als "Museum der Zukunft" betitelt. Hier werden Technologien, die eigentlich noch Zukunftsmusik sind, für uns bereits jetzt erfahrbar gemacht. Der Vollpreis beträgt 9,50€ und ermäßigt kommt ihr für 7,50€ rein. Dabei unbedingt auch das Deep Space 8K mitnehmen, hier können alle Generationen auf eine tolle Reise gehen und via 3D-Brille spannende Bildwelten erleben. Lasst euch überraschen!

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Wer danach noch fit auf den Beinen ist und eh noch ein bisschen Zeit hat, ehe der Zug wieder nach Wien abfährt, der sollte dem Salonschiff Florentine einen Besuch abstatten. Café, Bar und Kunstschiff in einem, und hat seinen Anker unweit der Ars Electronica an der Donau ausgeworfen. Geöffnet ist montags bis freitags zwischen 14 und 3 Uhr morgens. Lässige Stimmung und entspanntes Strandkorbliegen an Deck sind hier definitiv drin. Auf dem Rückweg zum Zug, lassen wir es uns nicht nehmen und hüpfen noch beim Leberkas-Pepi hinein. Mit der warmen Semmel in der Hand, einem breiten Grinsen auf dem Gesicht und vielen neuen Eindrücken im Kopf, geht es dann wieder zurück in unser feines Wien.

 

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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