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GLOWING current moods

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Warum einen die Tanz-Performance GLOWING current moods von dem österreichischen Multitalent  SOPHIA HÖRMANN und imagetanz/BRUT WIEN nicht nur wegen Babyöl-Kur und Technosounds zehn Jahre jünger fühlen lässt, erfährt ihr hier:

Zeit

Aus simplen Grund beginne ich mit dem Ende der einstündigen Performance, hatte ich die ersten 13 Minuten wegen gnadenloser Öffis und schlechtem Zeitmangement versäumt. Sophia Hörmann, maskiert mit weißer Glitzer-Feder-Larve, hockt im glänzenden Bodysuit auf Babyöl- und Vaseline-verschmierten weißen Boden. In der Dämmerung der Lichteffekte richtet sie den Blick immer wieder ins Publikum. Die Zeitreise durch Körper und Musik findet ihr jähes Ende, der Techno Slide erstarrt.

Tempo

Zuvor aber erlebt das Publikum einen Chor diametral verlaufender Sounds, Bewegungen und Lichteffekten. Dieser mutet organisch an, weil er die Komplexität von Erfahrung großartig widerspiegelt. Sophia Hörmann bewegt sich zu harten Techno-Beats in Slow Motion, die nur mit absoluter Körperbeherrschung zu erreichen ist. Dieses Ringen liest man in ihrem Gesichtsausdruck, der die Performance genauso trägt wie jede andere Bewegung ihres Körpers.

Gleichzeitigkeit

Die grandiose Gleichzeitigkeit in der Einsamkeit dieser One Woman Show fesselt, die ZuschauerInnen beginnen sich zu bewegen, langsam und bedächtig, zum anwachsenden Bass. Vielleicht schwelgt der eine oder die andere in Erinnerungen an durchgetanzte Nächte, in denen Zeit und Raum sich auflösten. Wenn Musik durch den ganzen Körper strömt, man nur noch Tanz ist, bis die Lichter angehen, bis die Sonne aufgeht.

Glowing

Schlussendlich löst sich der Chor auf, Erfahrungen zerfallen in ihre Einzelteile, Bewegungen stocken. Was bleibt, ist die Sehnsucht nach einem neuen Abenteuer. Current mood: Glowing!

 

Wien. Mehr Kultur.
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