AUF REISEN

Post aus: Salzburg

Salzburg 1

Salzburg ist relativ klein und Sightseeing in der Innenstadt ist deshalb nicht unbedingt die Ferien-füllendste Betätigung. Wobei, für einen Tag reicht es. Am besten geht man vom Mirabellschloss über den Makartplatz zum Landestheater und über die Salzach zur Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus, rüber zum Dom und dem Mozartplatz. Kommt auf vier Stunden, wenn man alles genau ansieht und langsam spaziert. Wer noch ein bisschen weiter herum streunert und in den winzigen Durchgängen der Getreidegasse nach Geschäften und Innenhöfen sucht, kommt damit sicher noch ein bisschen länger durch.

Damit ist fast schon alles abgedeckt, was offiziell als Altstadt zählt. Aber bei weitem nicht alles, was Salzburg zu bieten hat. Schon in der Altstadt gibt es nämlich noch einiges abgesehen von Sehenswürdigkeiten. Am nördlichen Salzach-Ufer ist zum Beispiel die Linzer Gasse und sehr beliebt, um abends auszugehen. Zum Beispiel ins Alchimiste Belge, in dem es wirklich gutes Bier gibt. Wer es ausgefallener mag, ist um die Ecke in der Steingasse in den kleinen Bars besser aufgehoben. Oder geht ins Rebublic – das Lokal ist für Konzerte und Kabarettabende bekannt, hat aber auch einen gemütlichen Gastgarten.

MOZARTKUGELN! ABER DIE RICHTIGEN
Schön ist auch der Petersfriedhof hinter dem Dom. Einerseits, weil es ein idyllischer Ort ist und andererseits, weil neben dem Eingang die Stiftsbäckerei ist. Dort werden seit 1160 Brote und vor Allem die besten Brioche der Stadt gebacken. Wenn es um Essen geht, sollte man außerdem auch noch auf die andere Seite des Domes schauen und am Alten Markt in die Konditorei Fürst gehen. Nur dort gibt es die richtigen Mozartkugeln, gegen die alle anderen Marken lächerliche Kopien sind. Die sind so gut, dass ich dort mittlerweile ein mittleres Vermögen gelassen habe, weil alle meine Freunde auf Mozartkugeln als Mitbringsel bestehen.

Abgesehen von Ausflügen ins Rupertinum oder ins Museum der Moderne, bietet sich auch das Leopoldskroner Bad für ein bisschen Abkühlung an. Außerdem ist gleich um die Ecke vom Bad die Stiegl Brauerei. Altehrwürdig und gemeinsam mit dem Müllner Bräu ein beliebter Aufenthaltsort für Einheimischen.

HinterseeWASSER, WASSER UND EIN GRILL
Die wirklich schöne Freizeitbeschäftigung gibt es außerhalb der Stadt. Der Wallersee, Fuschlsee und auch der Mondsee sind gar nicht so weit weg. Der richtige Geheimtipp ist aber der Hintersee. Mit Badewiese, Kiosk und einem Steinstrand, an dem sogar gegrillt werden darf. Viel besser geht es dann eigentlich gar nicht mehr. Bis man nach Hause in die Stadt kommt und der obligatorische Regen beginnt.

Über Salzburg gibt es nämlich das Gerücht, dass die Stadt sehr verregnet ist, die Meinungen differenzieren in dem Punkt aber sehr stark. Manche meinen, dass der vergangene Sommer der verregnetste seit Jahren war. Ich erinnere mich aber nur an die Sonnenbrände, die ich bei jedem Besuch hatte. Die Sache mit dem Regen ist deshalb so ein Diskussionspunkt. Wenn es am Abend aber doch einmal anfängt, gibt es überall Schirme und alles wird gut. Außer man gehört zu den besonderen Menschen, die sich Festspielkarten leisten können. Die haben bei Regen wirklich Pech, weil der Jedermann dann im Festspielhaus statt am Domplatz aufgeführt wird. Aber auch dafür gibt es gibt immer noch ein nächstes Jahr.

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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