AUF REISEN

Post aus: Kanada

kanada0303Im Februar nach Kanada zu fliegen, könnte man für eine blöde Idee halten, aufgrund der bitteren Kälte des harten Winters. Wie es sich jedoch herausstellte, war es eine wunderbare: Da es dort kaum Touristen gibt in dieser Zeit, hat man die Möglichkeit Kanada viel gemütlicher und ohne langes Anstellen zu erkunden. Auch die Eiseskälte bleibt - zumindest in Toronto und Montreal - aus.

Unser erster Stopp ist Toronto. Der erste Eindruck dieser Metropole: Sie ist groß - wirklich groß - und die Temperatur gar nicht so niedrig. Toronto ist ein Ort, an dem vieles aufeinander trifft. Verschiedene Kulturen, Business, Fashion, Essen und Trinken: alles hat seinen Platz. Gegliedert ist die Stadt in sogenannte Neighbourhoods, wie z.B. Chinatown, Destillery District, Entertainment District, Financial District und viele mehr. Jede dieser Neighbourhoods hat sein eigenes Flair, und es ist sehr spannend diese zu erkunden. In Chinatown kann man zum Beispiel gut essen, während der Financial District von Hochhäusern gesäumt ist.

Toronto hat für eine nordamerikanische Stadt ein gutes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, so ist es sehr einfach von Punkt A nach B zu kommen, wahrscheinlich sogar leichter als mit dem Auto, da es generell an Parkplätzen mangelt.

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Alles in allem ist Toronto eine Stadt, in der man sich sofort wohlfühlt. Woran genau das liegt, ist schwer zu fassen. Vielleicht an dem bunten Mix an Kulturen, den vielen Kaffes und Galerien – und vermutlich auch an den angenehmen Menschen, die dort leben.

Die zweite Stadt, die wir uns ansehen, ist Montreal. Montreal ist als "Europa Kanadas" bekannt, und wir waren gespannt, ob wir das als Europäer/innen bestätigen können. Was auffällt und wirklich europäisch wirkt, ist, dass die Stadt eher gewachsen erscheint - nicht so rasterförmig gebaut wie Toronto. Auch die Gebäude, vor allem im Jüdischen Viertel, wirken teils europäisch. Aber auf Europäer wirkt Montreal trotzdem sehr nordamerikanisch.

Montreal ist auch noch berühmt für gutes Essen, das man wirklich an jeder Straßenecke finden kann. Es gibt sehr viele Studenten, da das studieren etwas günstiger als in anderen kanadischen Städten ist.

kanada0404Montreal hat sehr harte Winter, deswegen gibt es ein großes System an unterirdischen Verbindungen - man kann quasi die halbe Stadt unterirdisch abgehen. Die Unterstadt führt zu vielen unterschiedlichen Zielen: angefangen von der Universität, bis hin zu Bürogebäuden und Einkaufscenter und ist gesäumt mit Fressmeilen. Einen Eingang zu finden, ist als Besucher anfangs gar nicht so einfach, bis man weiß, dass fast jedes Einkaufscenter einen eigenen Zugang hat. Auch die Orientierung unter der Erde ist eine Herausforderung für sich, da man keine Anhaltspunkte hat.

Montreal hat auch viel Kulturelles zu bieten: Konzerte, Museen, Festivals. So findet auch jedes Jahr ein Winterfestival namens En Lumiere statt. Das tolle daran ist, dass es frei zugänglich ist und man sich so die Abende mit gratis Konzerten, Marshmallowgrillen am Lagerfeuer oder anderen Aktivitäten vertreiben kann. Ein Muss, vor allem in Montreal, ist das Kosten von Ahornsirup. Denn die Provinz Quebec, in der Montreal liegt, produziert sehr viel davon und auch sicher einen der besten der Welt.

Was aber am allermeisten von Kanada im Gedächtnis bleibt, sind die Menschen. Das Klischee stimmt in einer Hinsicht: Kanadier/innen sind wirklich freundlich. Aber nicht nur das, sie sind offen, zuvorkommend und hilfsbereit. Das trifft sicher nicht auf jeden Einzelnen zu, aber so haben wir die Menschen erlebt. Es ist einfach, mit jemanden ins Gespräch zu kommen, und man spürt, dass man sich in einem Land mit einer großen Willkommenskultur befindet. Des weiteren fällt auf, dass Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder Sexualität des/r Einzelnen kaum von Bedeutung ist.

Es liegt vor allem an diesen Qualitäten, dass man sich sofort aufgenommen und wohl fühlt und das Land am liebsten nie wieder verlassen möchte. Die Offenheit ist etwas, die ich versucht habe nach Wien mitzubringen, um dies auch hier etwas zu integrieren.

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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