AUF REISEN

Post aus: Hawaii

IMG 20190704 121527 kleinHawaii ist der 50. amerikanische Bundesstaat und muss daher ein paar Klischees erfüllen. Ja, pro Haushalt wahrscheinlich mindestens drei Autos. Ja, innen überall auf gefühlt -20 Grad Celsius klimatisiert. Ja, die überschwängliche und gleichzeitig oberflächliche Freundlichkeit ist gewöhnungsbedürftig. Und dennoch: Hawaii ist wunderbar multikulturell, besitzt die schönste Flora und Fauna, bietet traumhafte Strände und die von Polynesien geprägte Küche ist eine Freude für jeden Gaumen.

Ausgangslange: Rund drei Wochen Zeit, um die hawaiianischen Gefilde zu erforschen. Davon zu Beginn und Ende der Reise jeweils ca. drei Tage in der Hauptstadt Honolulu auf der Insel Oahu. Der Rest der Reise wurde für das Auskundschaften der zwei anderen Inseln Kauai und Moloka‘i genutzt.

Im Folgenden ein paar Tipps & Tricks.

Oahu – Kulturschock mit lieblichen Geheimtipps

Honolulu ist groß, laut, schrill, teuer und beherbergt eigentlich viel zu viele Menschen, wobei sich der meiste Tumult im Surf-Mekka Waikiki abspielt. Trotzdem zieht einem diese Großstadt sofort in den Bann! Kleine Oasen im Wirrwarr sind beispielsweise der Foster Botanical Garden, der Regenwald-Pfad zu den Manoa Falls, oder das Waikiki Aquarium. In der Nähe gibt es übrigens das tolle Barefoot Beach Café beim Queen’s Surf Beach. Dort und an vielen anderen Küstenabschnitten gibt es zahlreiche sogenannte Beach Parks, weite Grünflächen, die direkt an den Strand und das Meer anknüpfen und herrlich gemütlich zum Verweilen sind. Meistens ausgestattet mit Picknick- und Grill-Bereichen, die die Einheimischen bei quasi jeder Gelegenheit nutzen. Wer es weniger touristisch und schillernd, dafür aber ehrlicher und somit irgendwie auch "schöner" haben möchte: Ab in den Bus, um die ruhigeren Wohngegenden zu erkunden! Empfehlenswertes Fundstück war hier der Stadtteil Kaimuki mit der Waialae Avenue: im hippen Mud Hen Water kann man traditionelle hawaiianische Gerichte im "family style" (alles wird untereinander geteilt) genießen.

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Kauai - Ein Traum in Grün

Kauai, auch "Garteninsel" genannt, ist weniger von Touristenmassen befallen und hauptsächlich von Entspanntheit und atemberaubender Landschaft geprägt – angefangen bei saftig grünem Regenwald bis hin zum Waimea Canyon, dem angeblich "nassesten" Ort der Welt. Hohe Luftfeuchtigkeit und spontane Regengüsse stehen hier auf der Tagesordnung, dafür ist die Natur wohl eine der schönsten, die man sich so vorstellen kann. Auch gut: Ein Schnorcheltrip entlang der Westküste, bei dem man vom Wasser aus die steile Na Pali Coast bewundern kann. Trotzdem sollte man sich auch einmal die Ostküste bis in den Norden entlang trauen. Tipp: der Ort Hanalei im Norden lädt zur gemütlichen Mittagspause ein, bevor man sich wieder auf die Rückreise wagt. Faszinierendes Schmankerl auf Kauai: überall laufen wilde Hühner herum. Überall. Nach einer Naturkatastrophe in den 1980er-Jahren wurden die zwei bestehenden Hühner-Farmen zerstört, an Wiederaufbau hat man nicht gedacht. Seither leben abertausende Hühner in freier Wildbahn und begegnen einem tatsächlich auch mal im tiefsten Dschungel, auf der Autobahn oder am Strand.

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Moloka’i – Ein Paradies auf Erden

Moloka’i gilt als die ursprünglichste und "hawaiianischste" Insel. Hier ist man überall umgeben vom ominösen Aloha-Gefühl: wer Lust auf absolute Ruhe, Gemütlichkeit und tropisches Kleinstadt-Feeling hat, ist hier genau am richtigen Ort. In der winzigen Hauptstadt Kaunakakai, die aus gefühlt einer einzigen Straße besteht, gibt es die weltbeste Hawaiian Pokebowl, und zwar direkt aus dem dort einzigen Food-Truck "A Taste of Moloka’i". Auf der gesamten Insel gibt es quasi keinen Tourismus, keine Action, nichts. Im Idealfall tut man es der Verfasserin dieses Textes gleich: man miete sich ein Häuschen am Strand, versorge sich selbst, erkunde den Pazifik auf eigene Faust – mit Kayak oder Schnorchel-Equipment – und verbrauche seine restliche Energie für Entspannung. Entschleunigung vom Feinsten!

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Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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