THEATER

Was gibt's Neues im Theater?

theater vorschau

Die Schauspielsaison 2016/17 ist offiziell in der zweiten Hälfte. Bald (hoffentlich!) wird es Frühling, also pendeln sich die Spielpläne ein. Die Premieren werden weniger, das tägliche Programm übernimmt. Genau deshalb haben wir die Premieren der nächsten paar Monate angesehen und die vielversprechendsten für euch herausgesucht:

 

NATHAN DER WEISE:
Lessings Klassiker gibt es im Frühjahr gleich in zwei Versionen. Der Stoff ist gesellschaftlich wieder so relevant, dass das Volkstheater und das Theater an der Gumpendorferstraße (TAG) sich den Stoff als Vorlage genommen haben. Im TAG  geht es um die Gesellschaftskritik selber, das Volkstheater spinnt den Faden weiter und präsentiert Nikolaus Habjans Fortsetzung aus Nathans Leben.

"Nathan der Weise" - Volkstheater. Premiere: 7. April
"Nathan" - Theater an der Gumpendorfer Straße. Premiere: 11. März

 

TRAISKIRCHEN. DAS MUSICAL:
Ebenfalls im Volkstheater gibt es wieder einmal Gesellschaftskritik vom Feinsten. Das KünstlerInnenkollektiv "Die schweigende Mehrheit" bringt politische Provokation auf die Spitze. Wie die Umsetzung ist, wird sich erst zeigen, aber es ist eindeutig eine der spannendsten Ankündigungen für den Frühling.

"Traiskirchen. Das Musical" - Volkstheater. Premiere: Juni

 

DIE WELT IM RÜCKEN:
Das Akademietheater bringt Literatur auf die Bühne. "Die Welt im Rücken" zeigt die Welt eines Bipolaren, das Chaos, die Übermäßigkeit und die Fülle des Lebens. Wahrscheinlich herausfordernd, streckenweise anstrengend aber auch provokant und reflexiv.

"Die Welt im Rücken" - Akademietheater. Premiere: 11. März

 

TROJA:
Antike modern. Im Rabenhof wird der Streit um Helena aus einer anderen Sicht gesehen und Odysseus rettet den Tag. Schnell und einfach erklärt, aber garantiert mit einem neuen witzigen Spin. Außerdem: Das Theater der Jugend redet bei der Interpretation mit.

"Troja" - Rabenhoftheater. Premiere: 23. März

 

LIEBESGESCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN:
Im Burgtheater wird einmal mehr auf Klassik zurückgegriffen. Johann Nestroys Stück zur Problematik zwischen Status, Finanzen und Liebe setzt sich einmal mehr mit den gesellschaftspolitischen Problemen unserer Zeit auseinander. Relevant für die Inszenierung dürfte Nestroys Wille zur Selbstermächtigung sein, in der Ankündigung nimmt das Burgtheater explizit Bezug auf Marx.

"Liebesgeschichten und Heiratssachen" - Burgtheater. Premiere: April

 

DIE PERSER:
Das Akademietheater setzt auf antike Klassik. Aischylos' Drama ist das älteste Stück der Welt und ist inhaltlich leicht erklärt: Perser gegen Griechen und der Untergang eines Weltreiches. Das Stück verspricht klassisches Theater, vielleicht hat die Inszenierung aber doch ein paar Überraschungen parat.

"Die Perser" - Burgtheater. Premiere: Mai

 

DEMOKRATISCHE NACHT - DU PROLET!
Das Werk X hebt sich wieder einmal mit vielversprechender Gesellschaftskritik ab. Auf der Basis davon Ödön von Horvaths "Italienischer Nacht" werden Politik und Rechtspopulismus analysiert. Erfahrungsgemäß ist mit aufrüttelnden Elementen zu rechnen, aber auch mit intelligenter und leicht ironischer Kritik.

"Demokratische Nacht - Du Prolet!" - Werk X. Premiere: 6. April

 

BLEI:
Auch im Schauspielhaus steht Politik im Zentrum. In "Blei" werden die multikulturellen Spannungen des Schlachtfeldes von Bleiburg analysiert. Die Vergangenheit des Nationalsozialismus und spätere Konflikte in der Zeit Jugoslawiens aufgearbeitet und mit persönlichen Aspekten der Regisseurin Ivna Zic versetzt.

"Blei" - Schauspielhaus Wien. Premiere: 20. April

 

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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