Ein Ausflug in die eigene Vergangenheit

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Die Dokumentation "Unten" erzählt von Gastarbeitern, serbokroatischer Lebensfreude und gleichzeitig dem Krieg. Besonders gemacht wird die Geschichte durch den persönlichen Hintergrund des Regisseurs Djordje Čenić, der Persönliches mit Historischem verbindet.

The Holy Mountain

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Diesen Monat möchte ich meine Filmrezensionen und Kurzreviews nicht etwa aktuellen Filmen oder Filmthemen widmen, sondern einem Regisseur von fast legendärem Status unter Kennern, der jedoch in der Öffentlichkeit fast vergessen wurde. Die Ausmaße seiner Arbeit lassen sich erahnen, bedenkt man, dass selbst sein gescheitertes Filmprojekt zum alleinigen Inhalt einer Dokumentation avanciert ist.

The Witch – Erbschuld der Frau

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"The Witch" ist ein Horrorfilm. Aber nicht irgendeiner: am letztjährigen Sundance Film Festival sorgte er für Furore. Hinter Schreckmomenten verbirgt sich die Auseinandersetzung mit Glauben und der Rolle der Frau. 

Konsequenzen & Beginn vom Ende

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Marvel Studios haben wieder abgeliefert: Zu "The First Avenger: Civil War" gibt es lediglich Uneinigkeiten darüber, ob der Film "sehr gut" oder "gut" ist.

Fist of the North Star

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Hokuto No Ken ist ein Urgestein des Anime-Genres. Schon 1983 erschienen erste Episoden. Seitdem ist die Serie so prägend wie kaum eine andere Manga-Serie.

Batman V Superman – Quo vadis DC?

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Zu aller erst möchte ich feststellen, dass ich nicht der Meinung bin, dass „Batman V Superman“ die Katastrophe ist, die andere in dem Film sehen. Hat der Film Probleme? Ja, eindeutig. Hätte man einige Dinge anders oder besser darstellen können? Ja. Aber das heißt noch lange nicht, dass der Film es verdient hat mit „Daredevil“ verglichen zu werden, wie es im Moment passiert.

Kommunismus, Chaos & die unsterblichen Lichter Hollywoods

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Die Coen-Brüder legen wieder vor: "Hail Caesar" hat eine starke Handlung, ein starkes Thema und einen starken Cast. Doch reicht das auch zum starken Film? 

Thank you for bombing

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Krieg ist ein grausames Geschäft und "Thank you for bombing" ein seltsamer Filmname. Einfache Tatsache. Barbara Eder schafft es dennoch, mit dem Film Kriegsjournalismus verstörend anschaulich und nahegehend darzustellen.

Deadpool: Obszönes Spaßfeuerwerk

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 Mit "Deadpool" wird nicht einfach nur "noch ein Superhelden-Film" vorgelegt. Als wohl einer der spaßigsten Ableger des so beliebten Genres wird "Deadpool" zum satirischen Kommentator – mit viel schmutzigen Humor, 4th-Wall-breaks und Ironie.

Musische Asymmetrie

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Zahlreiche Faktoren wirken aufs Schreiben: räumliche, politische, zwischenmenschliche – steht nicht auf die eine oder andere Weise jeder künstlerischen Eingebung ein musischer Moment bevor und wird als solcher ausgenutzt? Der persönliche Zugang zur künstlerischen Praxis sei Gegenstand einer anderen Diskussion – ich möchte mich diesmal der Rolle der Muse in dem Debütroman "Asymmetrie" von Lisa Halliday widmen.

Mutterschaft? Lieber nicht.

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Sheila Hetis achtes Buch erscheint auf Deutsch und versucht den Entscheidungsweg zu - beziehungsweise gegen - Mutterschaft zu ergründen.

Ausweitung der Literaturzone

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Als Österreicherin und Europäerin muss ich mir eingestehen, dass ich mich in all den Jahren immer nur mit europäischer, und hier vor allem deutschsprachiger Literatur auseinandergesetzt habe. Von den spanischsprachigen AutorInnen kannte ich nur die allerbekanntesten wie Octavio Paz oder Isabel Allende.

Fantasy für Erwachsene

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Käpt'n Blaubär klingt ein bisschen nach Kinderbuch, nach Aufregung und Abenteuer. Aufregung und Abenteuer gehören auch dazu, allerdings sind Käpt'n Blaubär und die damit verbundene Welt nicht unbedingt für Kinder gedacht. Aber von Anfang an.

No Man's Land

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Vier Jahre lang ist Francisco Cantú Polizist bei der U.S. Border Patrol. Seine Hauptaufgabe: illegale Einwanderer aus Südamerika am Betreten amerikanischen Territoriums zu hindern. Praktisch bedeutet das Patrouillenfahrten unter der brennenden Hitze der mexikanischen Wüste, auf der Suche nach Drogenpaketen und Hilfesuchenden. In seinem Buch "No Man’s Land" beleuchtet der Enkel mexikanischer Einwanderer sachkundig und schonungslos die Realität der amerikanischen Einwanderungspolitik, und stößt dabei nicht zuletzt auch auf die Frage, auf welcher Seite er steht.

Fremde Heimat

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Schon vor vielen Jahren hat die junge Albanerin ihre Heimat verlassen, auf der Suche nach dem Glück in Westeuropa. Nun treibt sie das Verantwortungsbewusstsein zurück nach Sarajevo, ein tief-depressiver Freund braucht ihren Beistand. Ornela Vorpsis Roman "Die Hand, die man nicht beißt" handelt vom universellen Schmerz der Heimatlosen, und offenbart nebenbei pointiert und schonungslos die komplexe Seele des Balkans.

Liebe ist die beste Therapie

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Nach Lügen, Affären und Kränkungen liegt die Ehe von Charlotte und Steve in Scherben. Die unkonventionelle Paartherapeutin Sandy ist ihre letzte Chance, ihre Beziehung zu retten. John Jay Osborns "Liebe ist die beste Therapie" verspricht einen Tauchgang in die psychologischen Untiefen menschlicher Zweisamkeit, verliert sich jedoch leider in oberflächlichem Geplätscher.

Durch dick und dünn

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Gute Freundschaften begleiten uns ein Leben lang, wieso sollte dies nicht auch mit unseren Lieblingsbüchern der Fall sein? Anstatt sie als Einwegprodukte zu sehen und höchstens ihre Moral mit uns zu nehmen, könnten wir ein ums andre Mal die uns vertrauten Welten wieder besuchen, um neue Erkenntnisse zu erlangen.

Der Versuch einer Online-Ausstellung

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Wie ein Mythos schwebt Wendelin Schmidt-Dengler seit meinem Studium der Germanistik in meinem Leben herum und begleitet mich. Jedes Mal, wenn mich jemand der älteren Generation aus meinem Umfeld fragte, was ich denn studiere und meine Antwort Germanistik war, kam sofort: "Hattest du noch Vorlesungen beim Schmidt-Dengler? Der war genial." Nun widmet ihm das österreichische Literaturarchiv eine Art Online-Ausstellung.

Vergiss die Lüge

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Seine originelle Erzählstimme und viel Gespür für die leisen Zwischentöne machen Benedict Wells zu einem der großen Talente der deutschsprachigen Literaturszene. In dem kürzlich erschienen Band "Die Wahrheit über das Lügen" skizziert er in zehn wahnwitzigen Kurzgeschichten den schmalen Grat zwischen Wahrheit und Fiktion.

Jo eh, Thomas Brezina!

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Thomas Brezina. Seien wir uns ehrlich, wir alle kennen ihn. Entweder aus der Kindheit, von Buchcovern, aus dem Fernsehen oder zeitnaher aus seinen berühmten Instagram-Stories und Facebook-Videos. Der Autor, der bereits über 500 Bücher veröffentlicht hat und immer glücklich und überzufrieden scheint, hat in seinem ersten Sachbuch "Tu es einfach und glaub daran" sein Geheimnis geteilt, welches im Grunde gar kein Geheimnis ist.

Sci-Fi und Fantasy made in Austria

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Vor einiger Zeit stellte ich euch Charly Bloods und Zoë Angels Pulp-Geschichten vor, die das Wien einer alternativen Realität als Spielplatz hatten. Dass sie sich damit in bester Gesellschaft befinden, beweisen diese tollen Science-Fiction- und Fantasy-Romane made in Austria.

Netzwerken in der Wiener Moderne

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Wenn man die Ausstellung "Berg, Wittgenstein, Zuckerkandl: Zentralfiguren der Wiener Moderne" im Literaturmuseum Wien durchwandert hat und Alan Bergs packende Kompositionen langsam im inneren Ohr abklingen und Platz machen für Reflexion, stellt man sich unweigerlich die Frage: Wie in aller Welt schafften es Genies der verschiedensten Disziplinen sich um 1900 in Wien so gut zu vernetzen und gegenseitig unter die Arme zu greifen?

Ein Ort, an dem Literatur gefeiert wird

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14 Texte, 14 Diskussionen. Redakteurin Andrea Travnik war bei den 42. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt mit dabei und bietet Einblick in ein Lesewochenende der besonderen Art.

Der Fehler, der mein Leben veränderte

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Die Autorin Gina Bucher hat 20 Menschen zu den größten Fehlern ihres Lebens befragt: Vom medizinischen Behandlungsfehler über den Banküberfall zum jahrzehntelangen Doppelleben. Wie konnte es so weit kommen, und noch viel wichtiger: Wie lernt man, damit umzugehen? Das Resultat dieser Interviews ist eine unsentimentale und gehaltvolle Studie des Scheiterns und des Weitermachens.   

Die Tyrannei des Schmetterlings

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Nach dem unvergleichlichen "Der Schwarm" und "Limit" hat Starautor Frank Schätzing heuer wieder ein neues Buch herausgebracht, welches, grob zusammengefasst, mit Worten und Szenarien nicht gerade sparsam umgeht.

III Walter Benjamin über die Presse und ihre Kurzlebigkeit

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Der von Kriegswirren schweigend gemachte Erzähler, die im Roman sich selbst feiernde Ratlosigkeit, die sterbende Kunst der mündlichen Kunde – kurz: Die Formen menschlicher Mitteilungen, die Walter Benjamins dunkle Prognosen zum "Niedergang der Erzählung" inspirierten, führen nun zum dritten und letzten Teil des Exkurses zu Benjamins "Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Michail Lesskows" (1936).

So enden wir

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Ihre Blütezeit liegt längst zurück, was bleibt, sind unzufriedene Erwachsene, die aus Angst, Faulheit oder Trotz die Ideale ihrer Jugend verraten. Daniel Galera schafft mit "So enden wir" ein ehrliches und umso düsteres Portrait einer Generation, die von den eigens erschaffenen Monstren eingeholt wird.

Die kalten Schultern der Welt - Über zwei Bücher

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Dan Simmons "The Terror" und Christoph Ransmayrs "Die Schrecken des Eises und der Finsternis", zwei gleichzeitig sehr verschiedene, aber dennoch dasselbe Thema bearbeitende Bücher, die mit verschiedenen Mitteln versuchen, die unwirtliche Welt der Arktis für Leser*innen nachvollziehbar zu machen und sowohl den Hochmut des Menschen, als auch die Willkür der Natur gegenüber seinen Torheiten zu illustrieren.

II Walter Benjamin und das Individuum in seiner Einsamkeit.

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Im ersten Exkurs zu Walter Benjamins Schrift "Der Erzähler. Betrachtungen zum Werk Michail Lesskows" (1936) haben wir bereits über Gründe für den unaufhaltbaren Verlust der epischen Kunst gelesen. Benjamin stellt sich die Frage, was den idealen Erzähler eigentlich ausmacht und welchen Gefahren er in einer Welt, die vom Krieg schweigsam gemacht wurde, ausgesetzt ist.

Nicht zählen, sondern erzählen: Wer waren 'diese Nazis'?

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"Nicht schuldig" lautete das Urteil der Geschworenen im Prozess gegen den KZ-Aufseher und mehrfachen Mörder Johann Vinzenz Gogl. In "Recht, nicht Rache" dokumentiert Simon Wiesenthal diese und andere Täterbiografien und erinnert dabei nicht nur an erschütternde Fehlentscheidungen in der österreichischen Nachkriegsjustiz, sondern beleuchtet einzelne Verbrecher hinter dem nationalsozialistischen Massenmord.

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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