FILM

Zwölf Minuten, die berühren

Ein Animationsfilm von Netflix rührt mich zu Tränen. "If anything happens I love you" ist ein Drama von Will McCormack und Michael Govier und geht in rasanter Geschwindigkeit ans Herz. Ich möchte nicht zu viel von der Geschichte vorwegnehmen. Zu Anfang scheint es um ein Ehepaar zu gehen, welches sich entfremdet und kaum mehr ein Wort wechselt. Sie sitzen zusammen an einem Tisch, sind aber doch weit voneinander entfernt. Im Laufe des Films wird der Schmerz, dieser sprachlose Schmerz, den Zuseher*innen bewusst und die Tragik der zwei Erwachsenen kommt ans Tageslicht.

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Aus dem animierten Kurzfilm "If anything happens I love you", Bildquelle: CIFF

Sprachlos ist ein gutes Stichwort, denn in dem Film wird nicht gesprochen. Lediglich durch Bild und Musik wird kommuniziert und somit Gefühle transportiert. Bemerkenswert und durchaus spannend, dass einfach gezeichnete Bilder solche Emotionen hervorrufen können und das in so kurzer Zeit. Zugegeben, das Thema, welches der Film behandelt, ist mit vielen Emotionen verbunden und gerade auch bei uns in Österreich recht aktuell.

Die Hauptaussage aus diesem Film, die einem am Ende auch ein wohliges Gefühl gibt (obwohl auch hier wieder zu Tränen gerührt wird), ist, dass jeder Schmerz verkraftbar ist und dass dies gemeinsam am besten gelingt – auch wenn es am schwersten scheint. Wichtig ist es, dass der Schmerz die schönen Erinnerungen nicht vergessen lässt, denn durch diese erlangt man neue Lebensenergie.

Im Grunde ein wundervoller, herzerwärmender Film, der sich mit schweren Themen auseinandersetzt. Die Packung Taschentücher sollte auf jeden Fall bereitstehen.

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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