Frühstück quer durch Wien

frühstückMein Tag beginnt prinzipiell mit einem Frühstück. Bestenfalls ausgedehnt bis in’s Geht-nicht-mehr. Ein Tag ohne Frühstück: gibt es in meiner Welt nicht. Und wenn ich in der Vergangenheit aus Zeitgründen mal darauf verzichten musste, dann weiß ich: diese Tage zählen zu meinen schlechtesten. Noch schöner gestaltet sich das Frühstücken natürlich, wenn man so viel Zeit hat, dass man auch noch seine(n) Liebste(n) schnappen und außerhalb die erste Tagesmahlzeit zu sich nehmen kann. Von Menschen umgeben, die sich alle selber genüsslich Kipferl, Melange & Co. hingeben, dabei plaudern, Zeitung lesen, die Zeit vergessen.

Was die Frühstückskultur betrifft, so hat Wien ja einiges zu bieten. Es scheint, als ob man hier an beinahe jeder Ecke kulinarisch in den Tag starten kann. Im Folgenden soll nur eine kleine (aber feine) Auswahl zu finden sein, die einen Querschnitt durch die Vielfalt der (Frühstücks-)Lokale quer durch Wien aufzeigen soll:

Im Stadtkind auf der Universitätsstraße im 1. Bezirk gibt es etwas ganz Tolles: Frühstück den ganzen Tag! Von „Early Morning“, über „Zwischendurch“ und „Sunny Side Up“ gibt es bis zu „Easy Going“ so ziemlich alle Varianten, die man sich unter „Frühstück“ vorstellen kann. Im 2. Bezirk verschlägt es einen natürlich schnell mal auf den Karmelitermarkt, wo man bei prächtigem Wetter im Schanigarten von Cafemima sein morgendliches Mahl genießen kann. Neben dem Klassiker „Wiener Frühstück“ lassen sich an dieser Stelle vor allem die Omelettes oder das Porridgegericht empfehlen. Im Garage01 im Dritten bietet man „Kleines feines aus der ganzen Welt“. Vielleicht nicht das Frühstückscafé schlechthin, aber immerhin bieten sie leckere Kleinigkeiten. Im 4. Bezirk wird man förmlich schon vom Namen magisch angezogen: The Breakfast Club in der Schleifmühlgasse bietet neben der wunderschönen Frühstückskarte vor allem eine angenehme Atmosphäre. Eingelullt durch tolle Musik im Lokal können hier schon mal "ganz plötzlich" ein paar Stunden vergehen.

Im 6. Bezirk sei an dieser Stelle das äußerst süße Corns n‘ Pops in der Gumpendorferstraße empfohlen. Hier gibt es eine unendlich wirkende Auswahl an allerlei Müsli-Gemisch mit vielversprechenden Titeln wie „Blitzkneißer“, „Umstandsmeier“, „Seelenstreichler“ oder „Wirbelwind“. Weiter in den Siebten spaziert, kann man sogar im Ulrich, das sonst eher mit seinen tollen Mittagsmenüs begeistert, im kleinen aber feinen Rahmen als FrühstückerIn gastieren. Sehr charmant und „sehr bio“ ist andererseits das Cafe der Provinz im Achten. Neben einzelnem Frühstücksangebot wie dem „Steirischen“ oder „Belgischen Frühstück“ lockt hier natürlich der festlich ausgeführte Brunch, bei dem man sich mit Crêpes den Bauch vollschlagen kann. Apropos „bio“: Im 9. Bezirk darf man dies betreffend natürlich nicht auf’s Weltcafé vergessen, welches ebenfalls mit dem Wochenend-Brunch Herzen erobert, indem man sich durch Köstlichkeiten aller Welt futtern kann!

Weiter entfernt von der Innenstadt lässt es sich aber freilich auch wunderbar frühstücken. Besonders interessant im 12. Bezirk beispielsweise ist Marct Standl, eigentlich ein veganer Bioladen, in dem man aber auch zwischen spannenden Frühstücksvariationen wählen kann. Ein wenig sündiger geht’s dann in Hietzing zu, wenn man sich in der Pure living Bakery (Village) auf morgendlichen picksüßen Kuchen und Kaffee trifft. Aber allein die schöne, rustikale und bunt zusammengewürfelte Einrichtung des Cafés lässt die eben noch eingenommene Kalorienbombe schnell wieder vergessen. Der sogenannte Frühstückssalon von Das Augustin im 15. Bezirk hingegen lockt uns mit himmlischen Versprechungen auf der Homepage: „super frühstücken, launchige atmosphäre, mit freunden chillen, im sonnigen garten oder bei schlechtwetter im frühstückssalon, einfach entspannen (…)“ – klingt das nicht fabelhaft? Fabelhaft ist gewiss aber auch das Café Club International am allseits beliebten Yppenplatz in Ottakring. Nicht nur ein gemeinnütziger Verein, der allerlei Sprachkurse anbietet, sondern auch eine gemütliche Frühstücks-Location mit Leckereien für den Tagesbeginn.

Spaziert man weiter in den 17. Bezirk, so gilt es hier wieder die Tradition des Brunchens zu betonen: Im Hernalser Caffe Latte lässt sich dies traumhaft vollführen, vor allem bei schönem Wetter. Denn dann kann man im lieblichen Hof, der wie eine stille Oase wirkt, das Essen genießen. Im Achtzehnten lässt es sich auf (sehr) kleinem Raum im Himmelblau gut frühstücken. Auch wenn’s eng ist, so ist das Wohlfühlen in diesem wirklich hübschen Lokal vorprogrammiert, denn auch hier geht man bei einem Frühstücksangebot von „das herzhafte“, über „das himmelblaue“ bis zum „orientalischen“ sicher nicht leer aus. Wenn man beim Nachbar Döbling nach einem ähnlich charmanten Café zum Frühstücken sucht, dann muss man etwas weiter Richtung Stadtrand, und zwar in die Sieveringerstraße. Man wird jedoch dann mit dem Café Nest belohnt, das mit schön genialer Vintage-Einrichung und köstlichen Speisen überzeugt. So gibt es auch hier die Auswahl zwischen dem "Wiener", "Französischem" oder etwa dem "Orientalischen Frühstück".

---

Wenn jemand heiße Frühstückstipps zu den nicht erwähnten Bezirken (5., 10., 11., 13., 14., 20., 21., 22., 23.) parat hat – bitte melden! Wir möchten unseren Horizont das Frühstücken betreffend gerne noch erweitern: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!