NOCH MEHR KULTUR

Mehr Spielebars braucht die Stadt

Mehr Spielebars braucht die Stadt! - Diesen Aufruf unterstützen wir gerne, denn dort wird kurzzeitig der Alltag vergessen, der Kopf auf neuartige und verspielte Weise angeregt, Allianzen geschmiedet und mit guten Freund*innen diskutiert. Die alten Synapsen bekommen einen Grund, wieder zum Vorschein zu treten und ordentlich in Wallung zu kommen. Die Handys bleiben stattdessen in der Tasche und es zählt nur das analoge Brettspiel vor uns auf dem Tisch. Genug Überzeugungsarbeit geleistet? Hervorragend, dann kommen wir jetzt zum Eigentlichen:

Wo man in Wien eigentlich Spiele austesten geht

Die gängigen Bars sind sicherlich schon allgemeinhin bekannt. Jene, die das Wort "Spiel" schon im Namen tragen? Da wäre einmal die  SPIELBAR sowie BROT UND SPIELE und natürlich der Klassiker - auch wenn dieser kein "Spiel" im Namen trägt - bekannt geworden durch zahlreiche Fotos, die dem schrulligen Ruf vorauseilen:  CAFÉ SPERLHOF. Alles wunderbare Lokale, die euch einen spannenden Abend garantieren.

Doch gibt es auch von der Stadt Wien ein tolles Angebot in Form der  WIENXTRA SPIELEBOX in der Josefstadt. Man kommt in den Genuss der größten Brettspielverleihung in Österreich. Über 6.500 Spiele warten auf Benutzer und Benutzerinnen. Vor Ort kann man die Spiele kostenlos austesten und gegen einen geringen Aufpreis auch für zu Hause entleihen. Allen Lokalen ist es gemein, dass man sich aufrichtig und mit Bemühungen um eure Anliegen und Spielwünsche kümmert und gegebenenfalls berät. Im  CAFÉ BENNO werden sogar actionreiche Events organisiert und so können Interessierte an Donnerstagen sowie Sonntagen ab 19 Uhr zum Werwolf spielen vorbeikommen.

Ein neuer Stern am Spielebar-Himmel

Nun gibt es außerdem noch einen neuen funkelnden Anlaufpunkt in Wien:  PARADICE – BOARD GAME NIGHTS. Ein Haus, zwei Stockwerke und über 300 Spiele, die für euch auf Lager sind. Geöffnet ist von Dienstag bis Samstag von 15 bis 23 Uhr. Am Samstag sogar schon ab 8 Uhr – für ganz enthusiastische Spieler*innen.

spielebar2 klein
Die traumhafte Auswahl der Spiele im Regal

Am Sonntag gilt leider das Marktgesetz und daher darf die Bar, welche sich direkt auf dem Yppenplatz befindet, nicht aufsperren. Die Betreiber sind sehr freundliche und junge Leute, die den Gästen gerne eine gute Zeit mit Spielen, Bier und Snacks machen wollen. Im Gespräch erzählen sie, dass sie im vergangenen Jahr im April zunächst im Magdas Hotel begonnen haben. Aus den monatlichen Treffen der Szene wurde schon bald ein wöchentliches, gemeinsames Spielen. Die Fangemeinde wuchs und so musste sich der nach wie vor bestehende Verein nach einer geeigneten Immobilie umsehen. Mit der Location im 16. Bezirk, die zuvor das Restaurant What the Duck beherbergte, fand man einen geeigneten Standort und zeitgleich auch passendes Interieur.

Die dunkeln, warmen Farben bewirken eine gemütliche Stimmung und lenken nicht zu sehr vom wichtigen Geschehen auf dem Spielbrett ab. Wer genau stöbert, entdeckt vielleicht auch das Schachspiel für drei Personen oder die besonderen à la Carte Spiele, welche es nur auf Vorbestellung gibt und die in strenger limited Edition erschienen. Für diese Spiele werden fünf Euro pro Tag und Spieler oder Spielerin fällig. Bei den meisten Spielen kommt man jedoch auf drei Euro. Dienstags ist zudem der kostenlose Schnuppertag und man kann alle Spiele unentgeltlich ausprobieren. Auf den Spielen selbst kleben verschiedene Farben. Je nach Schwierigkeitsgrad sind sie dadurch eingeteilt und für die Gäste leichter in Kategorien zu ordnen.

spielebar1 klein
Sogar ein Schach für drei (!) Personen gibt es

Auf so eine feine Spielebar hat man in Wien bisher gewartet. Eine willkommene Abwechslung zu dem bisherigen Angebot. Am besten probiert man sie selber einmal aus und bildet sich seine Meinung. Achtung, es herrscht bei einigen Spielen akutes Suchtpotential.

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

Back to Top