AUF REISEN

Post aus: dem Nachtzug nach Paris

Es ruckelt in der dunklen Nacht, nur ab und zu scheinen Lichter von draußen herein. Umgestiegen wird in Zürich, vier Stunden später sind wir dann da. PARIS. Eine Stadt zum Beobachten, schlemmen und lieben.

IMG-20200211-WA0011
Paris, je t'aime! Foto: J. Stockreiter

Klassisch touristisch wird einem in Paris nicht fad. Die Vielfalt an Museen, geschichtsträchtigen Plätzen und Sehenswürdigkeiten ist riesig. Vom Louvre zum Musee d'Orsay, vom Arc de Triomphe bis zur Galerie Lafayette. Hier gibt es vieles zu besichtigen und staunen. Alle Museen sind für Besucher*innen unter 26 gratis. Perfekt um verschiedene Museen öfter zu besuchen, da manche eine derartige Größe haben, sodass sich nicht alles an einem Tag ausgeht. Für viele Museen gibt es die Möglichkeit der Vorreservierung, bei der man sich für eine bestimmte Zeit voranmeldet. So spart man sich längeres Anstehen.

Wichtig ist es die Augen offen zu halten, sich mal abseits belebter Straßen in kleine Gassen zu verlaufen und so hervorragende Bistros zu finden, die in dem teuren Paris leistbar sind. Es sind die Gerüche, die Architektur der klassischen Pariser Stadthäuser, die einen in eine wohlige Stimmung bringen. Das macht einem auch kein Wetter kaputt. Auch bei Regen hat Paris einen Charme.

Gefühlt an jeder Ecke gibt es ein Bistro mit herrlichen Leckerein. Creme Brulée ist ein Muss, genauso wie Muscheln in Weißweinsauce und (damit man auch satt wird) Pommes.

Simone Beauvoir und Oscar Wilde besuchen

Besonders sind Spaziergänge über die Friedhöfe von Paris. Sie liegen im Zentrum und sind gut mit der Metro, die ein sehr dichtes Netz aufweist, zu erreichen. Kurz Simone de Beauvoir oder Oscar Wilde besuchen und die Ruhe inmitten der belebten Stadt genießen. Sehr verwachsen ähnelt er dem jüdischen Teil des Zentralfriedhofs.

IMG-20200211-WA0014 klein
Paris, je t'aime! Foto: J. Stockreiter

Charmant ist auch die Gegend um die Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre. Beim Moulin Rouge beginnt die Reise. Umringt von Sexshops und Erotikkinos kommt es zu einem Bruch in kleine Gassen mit entzückenden Geschäften und kleinen Bistros, die ihre Einzigartigkeit beweisen. Oben bei der Kirche hat man einen wunderbaren Ausblick auf die hellen Dächer von Paris. Auch wenn Städtetripps zur Hektik einladen, besonders viel sehen zu wollen, empfehle ich ab und an das Innehalten und genießen, die Stadt mit all ihren Facetten auf sich wirken zu lassen. Eine Zeit lang die Maler beobachten, wie sie Porträts anfertigen oder Souvenirverkäufer, die um den Preis feilschen.

Sich am Abend einfach ein Baguette von einer Bäckerei und Käse aus dem Supermarkt holen und sich im Apartment ein schönes Abendessen kredenzen, dazu ein Rotwein und französische Musik – was will man mehr.

Nachtzug

Leider gibt es noch keine direkte Verbindung mit dem Nachtzug nach Paris. Über Zürich ist die Verbindung jedoch auch einwandfrei. In einem 6er Liegeabteil kann man bis Körpergröße 1,80m und festem Schlaf gut und erholt am nächsten Tag aus dem Zug steigen. Eine Erfahrung, die ich für Menschen, die auch eine Nacht auf hochwertigen Komfort verzichten können, sehr empfehle.

Paris ist eine Stadt für Genießer. Ernest Hemmingway hat es perfekt zusammengefasst: There are only two places in the world where we can live happy: at home and in Paris.

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

Back to Top