Richard D. James. Ein Genie der elektronischen Musik

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Richard D. James, besser bekannt unter den Pseudonymen Aphex Twin, AFX, The Tuss, Caustic Window und Polygon Window, begann laut eigenen Aussagen im frühen Jugendalter (zwischen zehn und 13 Jahren), elektronische Musik zu produzieren. Die Sphären dieser prägte und prägt er bis heute noch wie kaum ein anderer. Was macht seine Musik so besonders?

Single vs. Album

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Eine kritische Betrachtung unserer Generation, die durch Streamingdienste und Dating-Apps daran gewöhnt ist, sich Dinge ganz genau auszusuchen und im schlimmsten Fall einfach weiterklickt. Wie die maßgeschneiderten Entscheidungen uns vielleicht ab und zu daran hindern etwas Neues zu entdecken oder uns die Chance nehmen, uns in das gesamte Paket zu verlieben.

Zum Einfluss orientalischer Musik auf das Abendland

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Heutzutage hört man oft, dass der Islam nicht zu Europa gehöre. Die Kultur des Morgenlandes sei zu fremd. Radikale Positionen sprechen dieser Kultur gar jeglichen fortschrittlichen Gedanken ab. Einige Aussagen sollte man nicht stehen lassen und so geht es hier um eine kurze Zusammenfassung der Musikethnologie zu diesem Thema.

Das 17-jährige Jazzwunder aus Österreich

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Vergangenen Sonntag trat der junge Pianist Jakob Zimmermann, einer der vielversprechendsten heimischen Newcomer, mit seinem Trio im Porgy & Bess beim Jazz Fest Wien auf. An diesem Abend machte Jakob aus Tirol grandios-unkonventionelle Musik, und damit (fast) die musikalischen Verbrechen von Anton wett.

Schmusechor - One Night in the Name of Love

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Am 23.6. fand im Wiener Atelier Theater das erste Solo Konzert des Schmusechors statt. "One Night in the Name of Love" - weil nomen ist ja bekanntlich omen. Es wurde zwar nicht geschmust (dafür war es im Saal dann doch einen Deut zu heiß), dafür umso mehr gesungen, geschnippt und getwerked. Besonderes Schmankerl: das vom Chor einstudierte "Schmusical". Am Ende des Konzertes will man sich zwar in einem Kübel Eiswürfel baden, jedoch auch Neologismen und Popsongs durch die Gassen singen: Es war schmu-tastisch.

Pungent Stench – Death Metal aus der morbiden Metropole

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Es war 2006, Donauinselfest, und zwei Bands dominierten das Line-up. Es waren Eisregen und Pungent Stench, letztere die heimischen Death Metal Veteranen, damals noch bei dem gigantischen Metallabel "Nuclear Blast" gesigned und on top of their game. Hätten wir gewusst, dass es sich um unser letztes Konzert der Band handeln würde, hätten wir sicher nicht so schnell die Insel verlassen. Doch im Nachhinein ist man immer schlauer.

Oh, Angel. Über die feministische Interpretation eines Folk Konzertes

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Am 30.5. gastierte Angel Olsen mit Band im Wiener WUK. Warum ein Mittelfinger gen Publikum auf den ersten Blick verstörend, auf den zweiten aber legitim erscheint und Frauen in 50er Jahre Anzügen, mit Gitarren bewaffnet, ziemlich großartig sind, erfährt ihr hier.

Oskar May - Musik, die aus dem Kontext greift

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Es ist dunkel im Wiener Chelsea. Lediglich sechs weiße Lichtschwaden winden sich um die große Gestalt auf der Bühne. Oskar May, der diesen samstäglichen Konzert Abend vor der Berliner Band Lea Porcelain eröffnet, greift zum Mikrofon.

A textual analysis of the troubled mind

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Farce ist Veronika König ist Farce. Ihre Musik bezeichnet sie als Fake Lofi Fuzz Pop oder manchmal auch als Pop Noise und Post-Punk. Sie will die Freiräume in Genredefinitionen und Macharten von Musik produktiv machen, irgendwo zwischen Lärm und Bubblegum-Harmonien. Ein Gespräch voller Ironie, Humor, Cloud Rap, Songarbeit und künstlerischer Intention. Weiter geht's mit unserer "etc. sucht etc."-Reihe.

I See You - The XX

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Im Januar dieses Jahres kam das neue Album der melancholischen Südwestlondoner heraus, welches bei den Kritikern gewohnt sehr gut ankam und bei den Fans einen weiteren Ehrenplatz in der Musiksammlung erhielt.

Erdiger Rock aus der Post-Monarchie

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Mit "Wrench" legen Dead End Friends ein wohltuend-ungestelltes Rock-Album vor, das Spaß macht.

Evita - das Musical verpasster Chancen

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Wien hat noch immer den Ruf, eine große Musicalstadt zu sein. Die VBW sind wahrscheinlich sehr stolz darauf und probieren, das auch beizubehalten. "Evita" sollte demnach eine gute Stückwahl sein, aber ein Kassenschlager als Vorlage reicht doch nicht immer aus.

Die letzten Machos in der Stadthalle

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Wanda spielen mit dem Sexismus. Mit Inzest, mit dem "Komm her, Schatzi", das Wiener so überheblich wirken lässt. Und gleichzeitig mit einer Nonchalance, die Falco kaum besser rübergebracht hätte. Beim einzigen Wien-Konzert des Jahres haben sie das ihren Fans auch wieder gezeigt.

Amadeus 2016: Nur einer gewinnt

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Einmal im Jahr versammelt sich die heimische Musikszene im Volkstheater, um sich selbst zu feiern. Also quasi, bei der Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards. Das Ergebnis ist selten überraschend.

Festivals vor der eigenen Haustür

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Frühling is' - wir wollen raus und unter freiem Himmel feiern! Möglichkeiten gibt es dazu genug. Wir verraten in der Übersicht auf welche Wiener Musikfestivals wir uns heuer bis inklusive Juli ganz besonders freuen.

Zwischen Leidenschaft und Emanzipation

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In der Josefstadt wird Schnitzler gespielt. Arthur Schnitzler ist in Wien kein selten gespielter Autor, schließlich sind seine Biographie und seine Karriere stark mit der Stadt verschmolzen. Gleichzeitig bietet sich Schnitzler auch für Gesellschaftskritik gut an, schließlich haben seine Werke schon zu Lebzeiten wegen ihrer Freizügigkeit für Skandale gesorgt.

Heile mich

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Im Auge des Sturms der Verwirrung von Politik, den Nachrichten, der Welt da draußen halt, finden sich drei Freundinnen auf der Bühne im WERK X wieder. "Heile mich" ist ein Stück über Beziehungen, zu anderen und sich selbst. Im Fokus stehen weibliche Freundschaften, die Zerstörungswut, Zerbrechlichkeit und eine unerschütterliche Kraft bergen.

Eine Wiener Unterweltkarriere

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David Schalkos »Schwere Knochen« war eines meiner liebsten Bücher von 2018. Nun hat man sich am Volkstheater um eine Bearbeitung für die Bühne bemüht (aufgeführt in der Halle E im Museumsquartier, weil im Volkstheater selbst umgebaut wird). Natürlich musste ich mir das anschauen gehen. Eine Art Fassungsvergleich.

Wiener Schmäh und eingespielte Kabarett-Rezepte

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Pepi Hopf ist kein Neuling im Kabarett-Geschehen, für mich aber schon. Also Kleinkunst und nicht große Bühne. Aber im Kabarett trifft man ja oft Menschen, die man noch nie im Fernsehen gesehen hat und damit im Sinne des Erfinders.

Von Messiassen unserer Zeit

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Die vorarlbergische Lieblingstheatergruppe aller Wiener und Wienerinnen, das aktionstheater ensemble, bringt sein neuestes Stück "Heile mich" nach Wien. Ende Jänner/Anfang Februar geben sie fünf Vorstellungen im WERK X in Meidling. Vorab traf ich den Regisseur/Autor Martin Gruber für ein Gespräch.

Weihnachten mit Witz

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Britische Adelige als Hauptthema, englisches Stand-up-Theater als Hauptthema und ein bisschen Mitmach-Action für jede*n. In der Drachengasse haben die English Lovers mit "Christmas Crackers!" die Weihnachtszeit eingeläutet.

Ich wurde auserwählt, dieses Programm zu schreiben

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Lisa Schmid, Schauspielerin und Kabarettistin, widmet sich bei ihrem ersten Soloprogramm einem Thema, welches man nicht gleich mit einem lustigen Abend verbindet – dem Tod. Geschickt bricht sie dieses Tabuthema mit Wiener Schmäh und einem Ziel: ein Ehrengrab.

Den Gemeindebau wirst du nicht los

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Hauptsache Gemeindebau. Denn der Gemeindebau ist ein Wiener Symbol. Genauso wie der Tod. Und deshalb gibt es im WERK X am Petersplatz jetzt mit "Hauptsache Gemeindebau. Das Leben, der Tod, die Familie" eine Ode an die Klischees von Wien.

Mythenverabeitung im ersten Bezirk

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Im Ein-Frau-Stück "Weißer Rauch. Pocahontas im Virginia-Megastore" im Theater in der Drachengasse, die eventuell die kleinste Gasse Wiens ist, tritt Nancy Mensah-Offei unter anderem als John Smith, John Rolfe oder auch als Donald Trump, erkennbar an roter Kappe und Golftasche, auf die Bühne. Jedoch niemals als Pocahontas.

Brecht trifft Horvath

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"Geschichten aus dem Wienerwald", ein Klassiker auf den Theaterbühnen des deutschsprachigen Raums, ist derzeit im WERK X, jenem in Meidling, zu sehen. Der Nino aus Wien begleitet das Stück auf der Gitarre sowie mit seiner Stimme. Die restlichen Schauspielerinnen teilen die wichtigsten Rollen des Dramas in den Sprachen Deutsch und Französisch unter sich auf und schlüpfen einmal in diese und einmal in jene. Eine Kritik.

Wenn Frauen Männer spielen

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The world is yours. Ja eh. Aber manchmal sieht die Gesellschaft das anders. Egal, wie gerne man es so hätte. Bei "Ich rufe meine Brüder" wird einem das im Burgtheater schmerzlich direkt vor Augen geführt.

Opernball - der Sieg der Rechten

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Der Opernball kann ein Schlagwort zwischen zwei Welten sein. Gesellschaft oder Kultur. Einerseits ist er eines der größten Events des Landes, jeder der Rang und Namen hat oder haben will, taucht deshalb am Donnerstag vorm Aschermittwoch in der Staatsoper auf. Andererseits kann Opernball für den Roman von Josef Haslinger stehen und damit für eine Film- und Theatervorlage. Eben als letzteres wird "Opernball" jetzt im Volx / Margareten gezeigt.

Mirage

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"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will." Dieses Zitat von Albert Schweitzer und allerhand weitere, von verschiedenen Persönlichkeiten, wurden als Inspirationsgrundlage für das Stück "Mirage [something illusory]" herangezogen. Die Choreografin Nadja Puttner hat gemeinsam mit dem Ensemble Unicorn Arts einen getanzten Wunsch formuliert und choreografiert und das Stück an zwei Spieltagen im Off Theater präsentiert.

Die Tagespresse ist zurück

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Im ORF hat die Tagespresse-Show keine allzu lange Laufzeit gehabt, dafür ist sie jetzt mit ehrlich gesagt besserer Qualität wieder zurück im Rabenhof. Paul Kraker moderiert die Show mit erstaunlich ernstem Gesicht, die Nachrichten schwanken zwischen intelligent-humorvoll und zwischendurch ein bisschen abgedroschen, die eingespielten Videos wirken dafür besser gescripted und produziert, als die Videos in der Fernsehsendung.

Autos

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Das Stück beginnt mit düsterer Musik, chorischen Klängen und einem transparenten Vorhang, der sich sehr langsam öffnet. Künstlicher Nebel schwappt über den Bühnenrand und das Ensemble tritt auf – 3 Männer, 2 Frauen. Alle haben schwarze, bis zum Boden reichende Kleider an. Das Bühnenbild hat nur eine Farbe – Weiß. Der Boden formt eine schräge und das Licht gestaltet die Atmosphäre.

Wien. Mehr Kultur.
Mehr Stadt. Mehr etc.

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